Aus aktuellem Anlass (rassistische Übergriffe in Mügeln) und weil sich der Beginn des Pogroms von Rostock-Lichtenhagen heute zum 15. Mal jährt, habe ich mal nach Dokumentationen über letzteres Ereignis gesucht, und folgendes gefunden: Ein Film mit dem Namen „the truth lies in Rostock“ der 1993 entstand, und welcher hier runterzuladen ist. (Tipp VLC-Player zum anschauen benutzten)
alternativ bei indypeer:
http://indypeer.org/show_file_page.php?file_id=490
VIDEOABEND & DISKUSSION
Die Videoproduktion „The Truth lies in Rostock“ ist eine Montage von Videomaterialien, gedreht aus den angegriffenen Häusern, aus Interviews mit AntifaschistInnen, den vietnamesischen VertragsarbeiterInnen, der Polizei, mit Bürokraten, Neonazis und Anwohnern.Sie entstand 1993 unter maßgeblicher Beteiligung von Menschen, die sich zum Zeitpunkt der Geschehnisse in Rostock-Lichtenhagen im attackierten Wohnheim befanden.Die Produktion zeichnet sich vor allem durch ihren authentischen, kritischen Charakter aus.
anschließend: Diskussion mit Ols Weidmann (Rechtsanwalt) und Dietmar Schumann (ZDF)
PODIUMSDISKUSSION
Ein Fazit der antifaschistischen Intervention in Rostock
Zwischen dem 22. und dem 26.08.1992 kam es im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen zu pogromartigen Ausschreitungen. Molotow-Cocktails und Steine wurden auf die Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber (ZAst) und ein angrenzendes Wohnheim für vietnamesische VertragsarbeiterInnen geworfen. Begleitet und geschützt wurden die AngreiferInnen durch einen Mob von Passanten, die das Geschehen verfolgten ohne Einzuschreiten, die teilweise die Angriffe bejubelten oder diese mit ausländerfeindlichen Parolen unterstützten.
In dieser Veranstaltung werden Leute, die damals in Rostock-Lichtenhagen waren, aus unterschiedlichen Sichten beschreiben, wie sie die Situation damals ganz persönlich erlebt haben. Sie werden erzählen, wie sie von den Ausschreitungen erfahren haben und was sie bewogen hat nach Rostock zu fahren. Außerdem werden sie berichten, wie sich die in Lichtenhagen gemachten Erfahrungen und Eindrücke auf ihre spätere politische Arbeit ausgewirkt haben.
mit: Ols Weidmann (Rechtsanwalt) und damaligen AktivistInnen aus verschiedenen Städten
Ort: Das Weite Theater (Parkaue 24, S-Bhf Frankfurter Allee)
http://www.alkalij.tk